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Entkernte Wohnung mit Schutt auf dem Boden

Ratgeber Entsorgung

Bauschutt entsorgen in Hamburg: Was gehört wohin?

Nach dem Umbau liegt Schutt im Hof oder ein altes Gartenhaus soll weg? Hier lesen Sie, was die Hamburger Recyclinghöfe annehmen, wo die Grenzen liegen und wann ein Container oder eine Firma die bessere Wahl ist.

Kostenlose Besichtigung vor Ort Festpreis inklusive Entsorgung Rückmeldung in einem Werktag

Kurz gesagt: Bauschutt in Hamburg loswerden

  • Nicht in die Tonne: Bauschutt gehört nicht in die schwarze Restmülltonne.
  • Kleine Mengen zum Recyclinghof: Die Stadtreinigung Hamburg nimmt mineralischen Bauschutt ohne Gipskarton auf ihren Recyclinghöfen an, höchstens 500 Liter pro Anlieferung und gegen Gebühr.
  • Nicht alles wird angenommen: Gartenlauben und gemischte Baustellenabfälle nehmen die Recyclinghöfe laut Stadtreinigung grundsätzlich nicht an.
  • Vorsicht bei alten Platten und Dämmwolle: Asbestzement und Mineralwolle nimmt der Recyclinghof nur nach Beratung und Voranmeldung an.
  • Größere Mengen: Hier brauchen Sie einen Container oder eine Firma, die den Schutt abholt oder Abriss und Entsorgung zusammen übernimmt.

Was zählt als Bauschutt, was nicht?

Mit Bauschutt sind mineralische Abfälle gemeint: Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik, dazu Mörtel- und Putzreste ohne Gips. Vieles, was bei einem Umbau anfällt, ist dagegen kein Bauschutt und muss getrennt entsorgt werden, zum Beispiel:

  • Holz, etwa Balken, Bretter, Türen und Dielen,
  • Metall, etwa Rohre, Profile und Bleche,
  • Gipskarton, Gipsputz und andere Baustoffe auf Gipsbasis, etwa aus dem Trockenbau,
  • Dämmmaterial wie Glaswolle, Steinwolle oder Styropor,
  • Glas, Kunststoff und Dachpappe.

Für Bau- und Abbruchabfälle schreibt § 8 der Gewerbeabfallverordnung vor, unter anderem Glas, Kunststoff, Metall, Holz, Dämmmaterial, nicht teerhaltige Bitumengemische wie Dachpappe, Baustoffe auf Gipsbasis sowie Beton, Ziegel und Fliesen jeweils getrennt zu sammeln. Ausnahmen gibt es nur, wenn das technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist, etwa weil kein Platz für mehrere Behälter da ist oder nur sehr wenig anfällt. Am einfachsten sortieren Sie deshalb schon beim Rückbau, mindestens nach mineralischem Schutt, Holz, Metall und Gipskarton.

Kleine Mengen: ab zum Recyclinghof

Die Stadtreinigung Hamburg betreibt 12 Recyclinghöfe. Sie nehmen Abfälle in haushaltsüblichen Mengen an und nur, soweit vor Ort Platz ist. Für Bau- und Abbruchreste aus Hamburger Privathaushalten gilt laut Stadtreinigung (Stand Juli 2026):

  • Bauschutt, mineralisch, ohne Rigips: 18 Euro je angefangene 100 Liter, höchstens 500 Liter pro Anlieferung. Für Kleinstmengen bis 10 Liter gibt es einen eigenen, niedrigen Preis.
  • Schrott und Altmetall: gebührenfrei.
  • Altholz, auch imprägniertes Holz: in haushaltsüblicher Menge gebührenfrei. Für Altholz der Kategorie A IV nennt die Preisliste nur die Höfe Bahrenfeld, Billbrook, Harburg, Osdorf, Sasel und Wandsbek. Fragen Sie im Zweifel vorher nach.
  • Dachpappe: laut Gebührenübersicht kostenlos bis 20 Quadratmeter.
  • Größere Mengen: nur in Ausnahmefällen nach schriftlicher Anfrage bei der Stadtreinigung und mit Termin.

Gartenlauben und gemischte Baustellenabfälle nehmen die Recyclinghöfe laut Info-Broschüre der Stadtreinigung grundsätzlich nicht an. Ob zerlegte Teile in haushaltsüblicher Menge als Altholz, Schrott oder Bauschutt angenommen werden, klären Sie vorher unter 040 2576-0. Die aktuellen Preise stehen in der Preisliste der Recyclinghöfe. Sie können sich ändern, schauen Sie deshalb vor der Fahrt nach.

Holz, Dämmwolle, alte Platten: Hier ist Vorsicht nötig

Altholz aus dem Garten

Holz aus dem Außenbereich ist oft mit Holzschutzmittel behandelt. Gartenhäuser, Gartenzäune und Pergolen zählen deshalb im Regelfall zur Altholzkategorie A IV. Dieses Holz gehört nicht in den Kamin oder die Feuerschale, sondern in eine dafür zugelassene Anlage.

Glaswolle und Steinwolle

Mineralwolle aus Dach oder Wand nimmt der Recyclinghof nur nach telefonischer Beratung und Voranmeldung an. Sie muss angefeuchtet und staubdicht in reißfester Folie verpackt sein, damit keine Fasern frei werden. Laut Preisliste wird sie in geschlossenen 100-Liter-Säcken angeliefert, höchstens 500 Liter pro Anlieferung.

Graue Wellplatten und Fassadenplatten

Seit dem 31. Oktober 1993 ist Asbest in Deutschland verboten. Bis dahin wurde er in Gebäuden verbaut, vor allem als Asbestzement. Graue Wellplatten auf Garagen und Schuppen, alte Fassadenplatten oder Blumenkästen können deshalb Asbest enthalten. Solange sie heil sind, ist das meist kein Problem. Brechen, sägen oder bohren Sie sie aber nicht, denn dabei können Fasern frei werden. Asbestzement nimmt die Stadtreinigung nur nach telefonischer Beratung und Voranmeldung an (040 2576-0), Eternitplatten laut ihrer Website nur auf dem Recyclinghof Bahrenfeld. Wir bauen Asbest nicht selbst aus. Bei Verdacht wird das Material vorher geprüft, den Ausbau übernimmt ein dafür zugelassener Fachbetrieb, den übrigen Abriss danach wir.

Alte Dachpappe

Dachpappe auf älteren Schuppen und Gartenhäusern kann Teer enthalten, vor allem, wenn sie aus der Zeit bis Anfang der 1960er-Jahre stammt. Teerhaltige Dachpappe ist gefährlicher Abfall und darf nicht zum Bauschutt. Die Stadtreinigung nennt Dachpappe bis 20 Quadratmeter in ihrer Gebührenübersicht als kostenlose Annahme für Privatkunden. Ob das auch für teerhaltige Pappe gilt, klären Sie vorher unter 040 2576-0, oder lassen Sie sie von einem Entsorgungsbetrieb abholen.

Größere Mengen: Container auf dem Grundstück oder an der Straße

Fällt mehr an als ein paar Säcke, etwa bei einer Entkernung oder beim Abriss einer Garage, ist ein Container meist die bessere Lösung. Containerdienste bieten verschiedene Größen an, oft getrennt nach Bauschutt, Holz oder gemischten Baustellenabfällen. Ein Container nur für sauberen Bauschutt ist in der Regel günstiger als einer für gemischte Abfälle. Fragen Sie vorher, was hinein darf.

Wo der Container stehen darf, ist schnell geklärt:

  • Auf Ihrem eigenen Grundstück, etwa in der Einfahrt, brauchen Sie keine wegerechtliche Erlaubnis.
  • Auf Gehweg, Parkstreifen oder Fahrbahn brauchen Sie vorher eine Sondernutzungserlaubnis des Bezirksamts (§ 19 Hamburgisches Wegegesetz). Je nach Lage kann zusätzlich eine verkehrsbehördliche Anordnung des örtlichen Polizeikommissariats nötig sein, etwa für ein Halteverbot.

Abriss und Entsorgung aus einer Hand

Fällt der Schutt bei einem Abriss an, bei einer Entkernung oder beim Innenabbruch, ist die Entsorgung bei uns Teil des Festpreises. Wir sortieren schon beim Rückbau nach Bauschutt, Holz, Metall und den übrigen Sorten und fahren alles ab. Am Ende ist die Fläche besenrein.

Auch ohne Abriss: Liegt der Schutt schon da, etwa nach einer Renovierung, die Sie selbst gemacht haben, holen wir ihn ab und entsorgen ihn getrennt nach Sorten. Den Festpreis dafür bekommen Sie ebenfalls nach der kostenlosen Besichtigung.

Ob ein Container nötig ist, wo er stehen kann und wer ihn bestellt, klären wir bei der kostenlosen Besichtigung. Das hängt vom Auftrag und vom Platz vor Ort ab. Steht ein Bau ohne Zufahrt hinten im Garten, tragen wir das Material selbst heraus. Das kostet einen Aufpreis, der vorher im Festpreis steht.

Quellen

  1. Stadtreinigung Hamburg: Gebührenübersicht (Privatkunden: Bauschutt, Altholz, Dachpappe)stadtreinigung.hamburg
  2. Stadtreinigung Hamburg: Preisliste Recyclinghöfe Nr. 28, gültig ab 01.07.2026 (Bauschutt, Asbestzement, Mineralfaser, Altholz A IV)files.stadtreinigung.hamburg
  3. Stadtreinigung Hamburg: Info-Broschüre 2026 (Recyclinghöfe, Annahmebedingungen, Mineralwolle)files.stadtreinigung.hamburg
  4. Stadtreinigung Hamburg: Recyclinghöfe (Eternitplatten nur Hof Bahrenfeld)stadtreinigung.hamburg
  5. Hinweise der FHH zur Abfallentsorgung bei Bau- und Abbrucharbeiten (Stand Juli 2020)hamburg.de
  6. § 8 GewAbfV – Getrennte Sammlung von Bau- und Abbruchabfällengesetze-im-internet.de
  7. Umweltbundesamt: Asbestumweltbundesamt.de
  8. Bayerisches Landesamt für Umwelt: Entsorgung von Dachpappen (teerhaltig, Abfallschlüssel 17 03 03*)lfu.bayern.de
  9. Bayerisches Landesamt für Umwelt: infoBlatt Altholz (Altholzkategorien nach Anhang III AltholzV)abfallratgeber.bayern.de
  10. Hamburg: Sondernutzung von Straßen bei Baumaßnahmen, Container auf öffentlicher Fläche (§ 19 HWG)fimportal.de
  11. Hamburg: Merkblatt Sondernutzung (Aufstellen von Containern)hamburg.de

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie bei der zuständigen Stelle nach, etwa beim Bezirksamt oder bei der Stadtreinigung.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Darf Bauschutt in Hamburg in die Restmülltonne?

Nein. Bauschutt gehört laut Stadtreinigung Hamburg nicht in die schwarze Restmülltonne. Kleine Mengen bringen Sie zum Recyclinghof, größere Mengen kommen in einen Container.

Wie viel Bauschutt nimmt der Recyclinghof an?

Höchstens 500 Liter pro Anlieferung, für Hamburger Privathaushalte für 18 Euro je angefangene 100 Liter (Stand Juli 2026). Größere Mengen nimmt die Stadtreinigung nur in Ausnahmefällen nach schriftlicher Anfrage und mit Termin an.

Kann ich mein altes Gartenhaus beim Recyclinghof abgeben?

Gartenlauben nehmen die Recyclinghöfe laut Stadtreinigung grundsätzlich nicht an. Ob zerlegte Teile in haushaltsüblicher Menge als Altholz, Schrott oder Bauschutt angenommen werden, klären Sie vorher unter 040 2576-0. Behandeltes Holz nehmen laut Preisliste nur sechs bestimmte Höfe an. Wir können das Gartenhaus abreißen und alles entsorgen, mehr dazu unter Kleinabriss.

Was mache ich mit alten grauen Wellplatten?

Nicht zerbrechen oder zersägen, denn Platten aus der Zeit bis 1993 können Asbest enthalten. Die Stadtreinigung nimmt Asbestzement nur nach telefonischer Beratung und Voranmeldung an. Bei einem Abriss lassen wir verdächtige Platten vorher prüfen, ausgebaut werden sie von einem dafür zugelassenen Fachbetrieb.

Holen Sie auch nur Bauschutt ab, ohne etwas abzureißen?

Ja. Haben Sie selbst renoviert und der Schutt liegt schon da, holen wir ihn ab und entsorgen ihn getrennt nach Sorten. Asbestverdächtiges Material nehmen wir nicht mit, das gehört zu einem dafür zugelassenen Fachbetrieb. Den Festpreis bekommen Sie nach der kostenlosen Besichtigung.

Wer bestellt den Container, Sie oder ich?

Das hängt vom Auftrag ab. Bei der Besichtigung klären wir, ob ein Container nötig ist, wo er stehen kann und wer ihn bestellt. Steht er auf der Straße, braucht es vorher eine Erlaubnis des Bezirksamts.

Kontakt

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Kostenlos und unverbindlich. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.

AdresseDosestraße 11, 22767 Hamburg
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