
Kleinabriss
Bauten und Bauteile, die komplett weg sollen, vom Gartenhaus bis zur Garage.

Stadtteil Hamm · Bezirk Hamburg-Mitte
1943 fast vollständig zerstört, danach in rotem Backstein neu gebaut: In Hamm entkernen wir Wohnungen aus dem Wiederaufbau, nehmen Bäder und Wände heraus und bauen alte Einbauten in Gewerbeflächen in Hamm-Süd zurück.
Hamm wurde 1256 erstmals erwähnt, der größte Teil kam im 14. Jahrhundert an Hamburg. Im 17. Jahrhundert ließen sich wohlhabende Kaufleute hier Sommervillen in Parkgrundstücken bauen. Aus dem Landschaftsgarten der Familien Chapeaurouge und Sieveking wurde später der Hammer Park. Ab dem späten 19. Jahrhundert entstanden Etagenhäuser und Backsteinblocks: in Hamm-Süd und Hamm-Mitte Arbeiterquartiere, im Norden Wohnungen für Beamte und Besserverdienende. Östlich des Hammer Steindamms wurde zwischen den Weltkriegen nach Plänen von Fritz Schumacher ein neues Wohngebiet angelegt.
Nach den Luftangriffen der „Operation Gomorrha“ im Juli 1943 lagen 96 Prozent der Bebauung in Trümmern. Vor dem Krieg hatten rund 90.000 Menschen in Hamm gelebt. Von 1951 bis Ende 2010 war der Stadtteil in Hamm-Nord, Hamm-Mitte und Hamm-Süd geteilt. Seit dem 1. Januar 2011 ist Hamm wieder ein einziger Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte.
Ab Anfang der 1950er Jahre bauten vor allem Wohnungsbaugenossenschaften Hamm wieder auf. Es entstanden einfache Wohnblocks mit meist kleinen Wohnungen. Ihre Fassaden sind überwiegend rot bis orange, die Bauten der Zwischenkriegszeit tragen oft braune und violette Klinker. Bis etwa 1952 wurde eher nach altem Vorbild rekonstruiert, ab Mitte der 1950er Jahre kamen Hochhäuser dazu, etwa fünf Punkthochhäuser an der Marienthaler Straße.
Viele dieser Wohnungen sind rund 70 Jahre alt. Wurden sie seitdem renoviert, können unter dem heutigen Boden ältere Beläge und Kleber liegen. Bei einer Entkernung nehmen wir alles bis auf den Rohbau heraus: Bodenbeläge, Bad, Küche, Wand- und Deckenverkleidungen. Bauschutt, Holz und Metall trennen wir schon auf der Baustelle. Soll aus zwei kleinen Zimmern ein größeres werden, entfernen wir als Innenabbruch eine nichttragende Wand. Ist sie tragend, bringen wir einen Statiker mit. Wie das abläuft, beschreibt der Ratgeber Tragende Wand entfernen.
Bis zum Verbot im Oktober 1993 steckte Asbest in vielen Bauprodukten, etwa in Floor-Flex-Platten, Bitumenkleber oder Fensterbänken aus Asbestzement. In Wohnungen aus dieser Zeit lassen wir verdächtiges Material deshalb prüfen, bevor wir anfangen. Asbest bauen wir nie selbst aus. Das übernimmt ein Fachbetrieb mit der nötigen Berechtigung, den wir Ihnen auf Wunsch vermitteln.
Seit Januar 2021 gilt für einen großen Teil von Hamm eine städtebauliche Erhaltungsverordnung des Bezirksamts Hamburg-Mitte. Das Gebiet ist rund 155 Hektar groß. Seine Grenze verläuft unter anderem entlang Eiffestraße, Mittelkanal, Hammer Landstraße, Hammer Steindamm, Sievekingsallee und Marienthaler Straße. Schützen will das Bezirksamt damit das Backsteinbild aus Zwischenkriegszeit und Wiederaufbau. Als Gefahr nennt das Gutachten zur Verordnung vor allem Fassadendämmung, Umbauten und Abrisse.
Wer im Gebiet etwas zurückbaut, ändert, anders nutzt oder neu baut, braucht dafür eine Genehmigung des Bezirksamts, und zwar auch dann, wenn nach der Bauordnung keine nötig wäre. Planen Sie etwas, das man von außen sieht, etwa den Abriss eines Anbaus oder einer Garage, klären Sie das vor dem Termin mit dem Bezirksamt. Auch bei Arbeiten nur in der Wohnung lohnt im Zweifel eine kurze Nachfrage. Welche Regeln sonst in Hamburg gelten, erklärt der Ratgeber Abriss-Genehmigung.
Der früher dicht bewohnte Süden wurde nach dem Krieg fast vollständig gewerblich genutzt, Wohnhäuser gibt es dort heute vor allem im Osterbrookviertel. In Hamm-Süd liegen Lagerhallen, Speditionen und Händler. Wird eine Büro- oder Gewerbefläche frei, nehmen wir die alten Einbauten heraus: Systemwände, Rasterdecken, Teppichböden, Teeküche. Wasser- und Stromanschlüsse legt vorher ein Installations- bzw. Elektrobetrieb still. Auf Wunsch stellen wir danach mit Trockenbau neue Wände für den nächsten Nutzer. Damit der Betrieb nebenan weiterlaufen kann, arbeiten wir auch abends und samstags, soweit der Lärmschutz es erlaubt.
Bauanträge für Hamm gehen an das Fachamt Bauprüfung des Bezirksamts Hamburg-Mitte. Was im übrigen Bezirk gilt, etwa in der Innenstadt, steht auf der Seite Hamburg-Mitte. Den Termin für die kostenlose Besichtigung vereinbaren Sie über das Anfrageformular.
Leistungen

Bauten und Bauteile, die komplett weg sollen, vom Gartenhaus bis zur Garage.

Räume bis auf den Rohbau zurück, z. B. vor einer Sanierung.

Gezielter Rückbau einzelner Bauteile in bewohnten Häusern.

Öffnung für eine neue Tür oder Durchreiche, tragend nur mit Statiker.

Nach dem Abriss direkt neu aufbauen, ohne zweite Firma.

Schutt von Ihrer Renovierung abholen lassen, auch ohne Abriss.
Häufige Fragen
Ja, wenn sie nicht tragend ist. Das sehen wir uns bei der Besichtigung an, bei einer tragenden Wand mit einem Statiker. Wohnen Sie zur Miete, sprechen Sie den Umbau vorher mit Ihrer Genossenschaft oder Ihrem Vermieter ab.
Die genaue Grenze zeigt die Karte zur Verordnung, die das Bezirksamt Hamburg-Mitte veröffentlicht hat. Liegt Ihr Haus darin, brauchen Rückbau und Änderungen eine Genehmigung, auch ohne Bauantrag. Klären Sie das, bevor wir den Starttermin festlegen.
Ja, Büro- und Gewerbeflächen entkernen wir. Die Arbeitszeiten stimmen wir mit Ihnen ab, auf Wunsch auch abends oder samstags im Rahmen der Lärmschutzregeln. Mineralischer Schutt, Holz, Metall und Gipskarton werden getrennt abgefahren.
Kontakt
Kostenlos und unverbindlich, vor Ort oder per Video. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.
Einsatzgebiet