
Kleinabriss
Bauten und Bauteile, die komplett weg sollen, vom Gartenhaus bis zur Garage.

Stadtteil Billstedt · Bezirk Hamburg-Mitte
Gut die Hälfte der Wohngebäude in Billstedt sind Einzelhäuser, dazu kommen Reihenhäuser und die Großsiedlung Mümmelmannsberg. Wir reißen Garagen, Carports und Schuppen ab und bauen in Häusern und Wohnungen zurück.
Billstedt ist aus drei Dörfern gewachsen: Schiffbek, Öjendorf und Kirchsteinbek. 1928 wurden sie zur preußischen Gemeinde Billstedt im Kreis Stormarn zusammengelegt. Durch das Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 kam die Gemeinde zu Hamburg. Heute gehört Billstedt zum Bezirk Hamburg-Mitte und hat nach Rahlstedt die meisten Einwohner aller Hamburger Stadtteile.
Schiffbek wurde ab den 1870er Jahren zum Industrieort. 1881 wurde dort eine Jute-Spinnerei gegründet, 1889 arbeiteten in ihr rund 1.200 Menschen. Die Einwohnerzahl stieg von etwa 800 im Jahr 1875 auf rund 10.000 im Jahr 1914. Für Direktoren und Meister entstanden Villen und eigene Häuser, für die angeworbenen Arbeiter Wohnquartiere. 1959 stellte die Spinnerei den Betrieb ein.
Laut hamburg.de sind 53 Prozent der Billstedter Wohngebäude Einzelhäuser. In Schiffbek stehen Einfamilienhäuser aus den 1950er Jahren mit Vorgärten, dazu Reihenhaussiedlungen und ein Straßenzug im Bauhaus-Stil der 1920er Jahre. Im Westen, an der Grenze zu Horn, prägen niedrige Häuser früherer Arbeitersiedlungen das Bild, teils Reihenhäuser mit Gärten hinter dem Haus. Im Süden liegen zwischen Schiffbeker Höhe und Glinder Straße vor allem Einfamilienhäuser.
Auf solchen Grundstücken passt meist ein Kleinabriss: eine alte Garage, ein Carport, ein morscher Holzschuppen oder eine Gartenmauer. Liegt der Garten hinter einer Häuserzeile und kommt kein Fahrzeug heran, tragen wir das Material selbst nach vorn. Diesen Aufwand rechnen wir vorher in den Festpreis ein. Soll auch das Fundament oder die Bodenplatte weg, übernehmen wir das gegen einen Aufpreis, den Sie vor Auftrag kennen.
Im Südosten liegt Mümmelmannsberg. Die Großsiedlung mit Hochhäusern und Wohnkomplexen entstand in den 1970er Jahren. Für Eigentümer und Hausverwaltungen bauen wir dort Bäder, Küchen und Bodenbeläge aus, als Innenabbruch einzelner Räume oder als Entkernung der ganzen Wohnung. Weil die Siedlung vor dem Asbestverbot vom Oktober 1993 gebaut wurde, werden verdächtige Kleber, Spachtelmassen und Platten zuerst untersucht. Enthalten sie Asbest, baut sie ein dafür zugelassener Fachbetrieb aus, den wir Ihnen auf Wunsch vermitteln. Den übrigen Ausbau erledigen wir anschließend.
Zwei Bereiche an der Billstedter Hauptstraße schützt das Bezirksamt Hamburg-Mitte seit August 2016 mit städtebaulichen Erhaltungsverordnungen. Die eine gilt westlich des Billstedt-Centers zwischen Am Alten Zoll, Schiffbeker Weg und Billstedter Hauptstraße. Dort stehen gründerzeitliche Etagenhäuser in geschlossener Reihe, unten Läden oder Gastronomie, darüber Wohnungen.
Die andere umfasst Häuser an der Billstedter Hauptstraße, am Frobeniusweg, Spökelbargring und Spökelbarg, an der Schiffbeker Schanze und am Schleemer Weg. Dazu gehört die Jute-Siedlung: Um 1898 entstanden dort freistehende Einzelhäuser für gehobene Beschäftigte der Jute-Spinnerei, mit Vorgärten und schmiedeeisernen Zäunen. Von den 24 ursprünglichen Häusern sind 16 noch als Siedlungshäuser erkennbar.
In beiden Gebieten muss das Bezirksamt jeden Rückbau genehmigen, ebenso Änderungen, Nutzungsänderungen und Neubauten. Das gilt auch dort, wo die Bauordnung selbst keine Genehmigung verlangt, also auch für den Abriss einer Garage, eines Carports oder eines Anbaus. Stellen Sie den Antrag deshalb, bevor wir einen Termin festlegen. Ist ein Haus zusätzlich als Denkmal eingetragen, braucht es außerdem die Genehmigung des Denkmalschutzamts.
Bauvorhaben in Billstedt prüft das Fachamt Bauprüfung im Bezirksamt Hamburg-Mitte. Ob Ihr Vorhaben außerhalb der Erhaltungsgebiete eine Genehmigung braucht, ordnet unser Ratgeber zur Abriss-Genehmigung ein. Was mit Schutt, Holz und Metall passiert, steht im Ratgeber Bauschutt entsorgen.
Billstedt ist einer von 19 Stadtteilen im Bezirk Hamburg-Mitte. Im Süden grenzt Lohbrügge an, im Norden Jenfeld, das schon zum Bezirk Wandsbek gehört. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben im Anfrageformular. Auf Wunsch besichtigen wir auch per Video.
Leistungen

Bauten und Bauteile, die komplett weg sollen, vom Gartenhaus bis zur Garage.

Räume bis auf den Rohbau zurück, z. B. vor einer Sanierung.

Gezielter Rückbau einzelner Bauteile in bewohnten Häusern.

Öffnung für eine neue Tür oder Durchreiche, tragend nur mit Statiker.

Nach dem Abriss direkt neu aufbauen, ohne zweite Firma.

Schutt von Ihrer Renovierung abholen lassen, auch ohne Abriss.
Häufige Fragen
Nicht ohne Genehmigung. Für das Gebiet gilt eine städtebauliche Erhaltungsverordnung, nach der auch ein Rückbau vom Bezirksamt Hamburg-Mitte genehmigt werden muss. Mit der Genehmigung in der Hand bauen wir die Garage zurück, die Entsorgung ist im Festpreis enthalten.
Ja. Weil Mümmelmannsberg in den 1970er Jahren gebaut wurde, werden Kleber und Platten zuerst auf Asbest untersucht. Vor dem Ausbau sperrt ein Installationsbetrieb die Leitungen ab. Dann entfernen wir Wanne, WC, Fliesen und Bodenbeläge. Fliesen und Keramik kommen zum Bauschutt, eine Stahlwanne und alte Rohre zum Metall. Danach ist die Wohnung besenrein.
Ja. Wir tragen Holz, Dachpappe und Schutt selbst bis zum Fahrzeug. Einen Container stellen wir nur, wenn der Auftrag ihn braucht. Soll er auf Gehweg oder Straße stehen, braucht es vorher eine Erlaubnis des Bezirksamts. Den Mehraufwand fürs Tragen nennen wir Ihnen vorab im Festpreis.
Kontakt
Kostenlos und unverbindlich, vor Ort oder per Video. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.
Einsatzgebiet