
Kleinabriss
Bauten und Bauteile, die komplett weg sollen, vom Gartenhaus bis zur Garage.

Stadtteil Bahrenfeld · Bezirk Altona
Laden oder Büro im Gewerbegebiet, Wohnung im Altbau, Schuppen in der Steenkamp-Siedlung: In Bahrenfeld ist fast alles dabei. Unser Sitz liegt im selben Bezirk, die Wege sind kurz.
Bahrenfeld wird 1256 zum ersten Mal erwähnt und war jahrhundertelang ein kleines Bauerndorf an der Straße von Hamburg nach Pinneberg. 1890 wurde es nach Altona eingemeindet, 1938 wurde es durch das Groß-Hamburg-Gesetz Teil Hamburgs. Mit dem Gaswerk ab 1892, mit Kasernen und Fabriken wurde aus dem Dorf ein Industriestandort. 1923 verlegte Reemtsma seine Zigarettenproduktion nach Bahrenfeld.
Heute besteht der Stadtteil laut Stadt Hamburg zu etwa 40 Prozent aus Grünflächen, zu 40 Prozent aus Gewerbe und Industrie und zu 20 Prozent aus Wohngebieten. Seit den 1970er Jahren teilt die A7 Bahrenfeld in zwei Teile, der alte Ortskern um den Marktplatz musste ihr weichen. Nachbarn sind Ottensen, Othmarschen, Groß Flottbek, Osdorf, Lurup, Eidelstedt, Stellingen und Altona-Nord. Das Statistikamt Nord weist für Ende 2024 insgesamt 31.051 gemeldete Einwohner aus.
Durch den Nordosten des Stadtteils zieht sich ein großes Industrie- und Gewerbegebiet. Endet dort ein Mietvertrag, müssen Einbauten je nach Vertrag wieder raus: Zwischenwände, abgehängte Decken, Teppich oder PVC. Was zurückgebaut wird und was bleibt, steht vorher in unserem schriftlichen Angebot. Soll die Fläche für den nächsten Mieter neu aufgeteilt werden, setzen wir die neuen Wände gleich in Trockenbau.
Ab 1910 entstanden an der Grenze zu Ottensen große Arbeitersiedlungen. Später kam unter anderem die Wohnsiedlung am Anfang der Lyserstraße hinzu, entworfen von Karl Schneider. Die Stadt nennt sie ein Baudenkmal der Vorkriegsmoderne. Das frühere Bekleidungsamt, später von British American Tobacco genutzt, wurde zu Eigentumswohnungen umgebaut und heißt heute Westend Village. Vor einer Sanierung bauen wir solche Wohnungen bis auf die tragenden Teile zurück (Entkernung) oder nehmen nur einzelne Teile heraus, etwa das alte Bad oder eine nichttragende Wand (Innenabbruch).
Wurde eine Wohnung vor dem Asbestverbot im Oktober 1993 renoviert, können Kleber, Spachtelmassen und Bodenplatten aus dieser Zeit Asbest enthalten. Vor dem Stemmen wird das geprüft. Wer dabei was tun muss, beschreibt der Ratgeber Asbest.
Die Steenkamp-Siedlung wurde von 1914 bis 1926 in mehreren Abschnitten als Gartenstadt gebaut, fertiggestellt unter Altonas Bausenator Gustav Oelsner. Sie besteht überwiegend aus zweigeschossigen Doppel- und Reihenhäusern mit kleinen Vorgärten und großen Gärten hinter dem Haus. Zur Siedlung gehören unter anderem Steenkamp, Bökenkamp, Rosenwinkel, Grotenkamp, Wichmannstraße und Teile des Osdorfer Wegs.
Hier gilt die Verordnung über die Erhaltung und Gestaltung baulicher Anlagen in Bahrenfeld (Steenkamp-Siedlung) vom 26. Oktober 2001. Das Verwaltungsgericht Hamburg hat ihren Erhaltungsteil 2026 als rechtswirksam bestätigt. Rückbau, Änderung, Nutzungsänderung und Errichtung baulicher Anlagen brauchen danach eine Genehmigung, auch wenn das Bauordnungsrecht sonst keine verlangt. Für Haus und Garten macht die Verordnung genaue Vorgaben, zum Beispiel:
Ein alter Schuppen im Steenkamp ist deshalb kein gewöhnlicher Kleinabriss. Ob der Rückbau trotzdem genehmigt werden kann, entscheidet das Bezirksamt Altona auf Antrag im Einzelfall. Klären Sie das, bevor Sie den Auftrag vergeben. Liegt die Genehmigung vor, übernehmen wir Abriss und Entsorgung.
Für den Südosten des Stadtteils, grob zwischen Bahrenfelder Chaussee, Friedensallee und Lutherhöhe, gilt die Soziale Erhaltungsverordnung „Bahrenfeld-Süd“ vom 2. November 2016. Die genaue Grenze zeigt die Karte des Bezirksamts Altona. Zum 1. Januar 2026 wurde sie an die neue Hamburgische Bauordnung angepasst, sie gilt also weiter. In einem solchen Gebiet ist schon für den Rückbau, für Änderungen oder eine neue Nutzung eines Gebäudes eine eigene Genehmigung nötig, auch wenn das Vorhaben nach der Bauordnung genehmigungsfrei wäre. Ob Ihr Haus im Gebiet liegt und ob eine Entkernung oder ein neuer Grundriss genehmigt werden kann, klären Sie vorher mit dem Bezirksamt Altona.
Bauanträge für Bahrenfeld bearbeitet das Fachamt Bauprüfung im Bezirksamt Altona. Ob Ihr Abriss angezeigt, genehmigt oder ganz ohne Verfahren erledigt werden kann, erklärt der Ratgeber zur Abriss-Genehmigung. Andere Stadtteile des Bezirks finden Sie unter Altona, Ihre Anfrage stellen Sie über das Formular.
Leistungen

Bauten und Bauteile, die komplett weg sollen, vom Gartenhaus bis zur Garage.

Räume bis auf den Rohbau zurück, z. B. vor einer Sanierung.

Gezielter Rückbau einzelner Bauteile in bewohnten Häusern.

Öffnung für eine neue Tür oder Durchreiche, tragend nur mit Statiker.

Nach dem Abriss direkt neu aufbauen, ohne zweite Firma.

Schutt von Ihrer Renovierung abholen lassen, auch ohne Abriss.
Häufige Fragen
Erst wenn das Bezirksamt Altona zugestimmt hat. Die Erhaltungs- und Gestaltungsverordnung für die Siedlung verlangt, alte massive Gartenhäuschen und alte Holzschuppen zu erhalten. Ob der Abriss trotzdem genehmigt wird, entscheidet das Bezirksamt auf Antrag im Einzelfall. Mit der Genehmigung übernehmen wir den Abriss samt Entsorgung zum Festpreis.
Ja. Bei der Besichtigung legen wir fest, welche Wände, Decken und Beläge raus sollen. Sie bekommen dafür einen schriftlichen Festpreis inklusive Entsorgung. Strom und Wasser lassen Sie vorher von einem Fachbetrieb für Elektro bzw. Sanitär abklemmen, diese Arbeiten übernehmen wir nicht.
Die Stadt Hamburg bezeichnet die von Karl Schneider entworfene Siedlung als Baudenkmal der Vorkriegsmoderne. Ist ein Haus Denkmal, muss das Denkmalschutzamt auch einem teilweisen Rückbau im Inneren vorher zustimmen. Ob Ihr Haus in der Denkmalliste steht, klären Sie am besten vor dem Besichtigungstermin.
Kontakt
Kostenlos und unverbindlich, vor Ort oder per Video. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.
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