
Kleinabriss
Bauten und Bauteile, die komplett weg sollen, vom Gartenhaus bis zur Garage.

Stadtteil Lokstedt · Bezirk Eimsbüttel
Villen und Doppelhäuser aus der Zeit um 1900, Wohnhochhäuser der Nachkriegszeit, die Lenzsiedlung: In Lokstedt entkernen wir Häuser und Wohnungen vor der Sanierung. Neue Wände und Decken aus Gipskarton folgen auf Wunsch direkt danach.
Lokstedt wurde 1110 erstmals erwähnt und war lange ein Bauerndorf, ab 1640 unter dänischer, ab 1866 unter preußischer Herrschaft. 1891 bekam der Ort elektrische Straßenbeleuchtung, 1898 eine elektrische Straßenbahn nach Hamburg. Ende des 19. Jahrhunderts zogen wohlhabende Hamburger Familien hierher. Ab etwa 1900 entstanden bürgerliche Villen und Doppelhäuser, vor allem in den Straßen zwischen Siemersplatz und Hoheluft. 1927 wurde Lokstedt mit Niendorf und Schnelsen zu einer größeren Gemeinde im preußischen Kreis Pinneberg zusammengelegt. Zehn Jahre später machte das Groß-Hamburg-Gesetz sie zu einem Teil Hamburgs.
Bei den Bombenangriffen im Juli 1943 wurde auch Lokstedt schwer getroffen. Nach dem Krieg entstanden in Neu-Lokstedt die ersten Wohnhochhäuser. Am südlichen Rand, an der Grenze zu Eimsbüttel und Stellingen, wurde von 1976 bis 1984 die Lenzsiedlung mit 1.130 Sozialwohnungen gebaut: im Süden Hochhäuser mit 9 bis 13 Geschossen, im Norden Klinkerbauten mit 3 bis 5 Geschossen. Seit 1953 wird am Gazellenkamp Fernsehen produziert, heute sitzt dort das NDR-Fernsehen. Im Wohnungsbauprogramm des Bezirks gehört Lokstedt mit Stellingen zur Urbanisierungszone: nah am dichten Kerngebiet, aber oft anders bebaut.
In einer Villa oder einem Doppelhaus aus der Zeit um 1900 oder den 1920er Jahren können Umbauten aus mehreren Jahrzehnten stecken. Vor einer Sanierung nehmen wir bei einer Entkernung alles heraus, was nicht zum Rohbau gehört: Bodenbeläge, Wand- und Deckenverkleidungen, Einbauschränke, Küche und Bad. Was bleiben soll, etwa die Treppe, Stuck oder alte Türen, halten wir nach der Besichtigung im Angebot fest. Tragende Wände bleiben stehen, bis ein Statiker eine Lösung geplant hat. Den bringen wir mit.
In den Wohnungen der Hochhäuser und Wohnanlagen geht es eher um einzelne Räume: Bad und Küche ausbauen, Fliesen und Estrich abtragen, Bodenbeläge entfernen. Wurde das Gebäude oder der letzte Umbau vor dem 31. Oktober 1993 begonnen, wird vorher geprüft, ob Kleber, Spachtelmassen oder Platten belastet sind. Asbest fassen wir nicht an. Den Ausbau übernimmt ein dafür zugelassener Fachbetrieb, erst danach entkernen wir weiter.
Ist der Rohbau frei, folgt auf Wunsch der Neuaufbau: Ständerwände für einen neuen Grundriss, eine abgehängte Decke für Leitungen oder Licht, eine Vorsatzschale vor einer unebenen Wand. Diesen Trockenbau erledigen wir selbst. Elektro-, Sanitär- und Fliesenarbeiten gehören nicht zu unseren Leistungen, dafür brauchen Sie eigene Fachbetriebe.
Zwischen Grandweg und Lokstedter Steindamm liegt das Zylinderviertel, mit Straßen wie Sottorfallee, Siebenschön, Brunsberg, Behrkampsweg und Platanenallee. Hier stehen überwiegend villenartige Häuser in offener Bauweise aus der Gründerzeit und den 1920er und 1930er Jahren. Alleen mit altem, hohem Baumbestand prägen die Straßen.
Für das Viertel gilt eine städtebauliche Erhaltungsverordnung des Bezirksamts Eimsbüttel, seit 2019 ergänzt durch einen Leitfaden für das Bauen im Zylinderviertel. Für Außenwände sieht der Leitfaden vorwiegend hellen Putz oder roten Ziegel vor. Rückbau, Änderung und Nutzungsänderung brauchen dort eine eigene Genehmigung, auch bei Vorhaben, für die sonst kein Bauantrag nötig wäre. Das Bezirksamt nennt als Ziele unter anderem, die ursprüngliche Fensterteilung zu erhalten, Vorgärten gärtnerisch zu gestalten und Anbauten dem Haus klar unterzuordnen. Soll ein Anbau, ein Wintergarten oder eine Garage weg, klären Sie das deshalb vorher mit dem Bezirksamt.
Bauberatung und Bauprüfung für Lokstedt liegen beim Fachamt Bauprüfung im Bezirksamt Eimsbüttel am Grindelberg. Ist ein Haus als Denkmal eingetragen, braucht auch der Umbau innen die Genehmigung des Denkmalschutzamts. Grundsätzliches steht im Ratgeber Abriss-Genehmigung.
Kleingärten haben in Lokstedt eine lange Geschichte. 1912 gründete ein Eimsbütteler Schreberverein hier die Kolonie Doppeleiche, sie gilt als älteste Schrebergartensiedlung eines Hamburger Schrebervereins. Soll eine Laube weg, bestimmen Pachtvertrag und Verein mit, mehr dazu im Ratgeber Laube abreißen.
Im Norden grenzt Niendorf an, im Osten Eppendorf und Groß Borstel, im Westen Stellingen. Den ganzen Bezirk zeigt die Seite Eimsbüttel. Ihre Anfrage stellen Sie über das Formular, wir melden uns innerhalb eines Werktags.
Leistungen

Bauten und Bauteile, die komplett weg sollen, vom Gartenhaus bis zur Garage.

Räume bis auf den Rohbau zurück, z. B. vor einer Sanierung.

Gezielter Rückbau einzelner Bauteile in bewohnten Häusern.

Öffnung für eine neue Tür oder Durchreiche, tragend nur mit Statiker.

Nach dem Abriss direkt neu aufbauen, ohne zweite Firma.

Schutt von Ihrer Renovierung abholen lassen, auch ohne Abriss.
Häufige Fragen
Klären Sie das vorher mit dem Bezirksamt Eimsbüttel. Die Erhaltungsverordnung macht Rückbau und Änderungen genehmigungspflichtig, im Mittelpunkt steht das Bild nach außen: Fenster, Fassade, Vorgarten, Anbauten. Ist die Villa zusätzlich ein Denkmal, muss auch das Denkmalschutzamt zustimmen.
Ja, wenn Sie das wünschen. Was bleiben soll, notieren wir bei der Besichtigung und schreiben es ins Angebot. Diese Teile decken wir während der Arbeiten ab. Alles andere bauen wir bis auf den Rohbau zurück und übergeben das Haus besenrein.
Erst wird geprüft, ob die Platten oder ihr Kleber Asbest enthalten, denn das kann man ihnen nicht ansehen. Sind sie unbelastet, bauen wir sie aus. Sind sie belastet, nennen wir Ihnen einen Fachbetrieb mit der nötigen Zulassung.
Kontakt
Kostenlos und unverbindlich, vor Ort oder per Video. Wir melden uns innerhalb eines Werktags.
Einsatzgebiet